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Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln

WIESBADEN – Zu der oft gestellten Frage, warum die Reihenfolge der
Parteien auf den Stimmzetteln für die Bundestagswahl am 27. September
2009 nicht im ganzen Bundesgebiet gleich ist, erläutert der
Bundeswahlleiter: „Für jeden Wahlkreis werden eigene Stimmzettel
gedruckt, da in jedem Wahlkreis unterschiedliche Direktkandidaten
antreten“, sagte Roderich Egeler. Die Reihenfolge der Parteien auf den
Stimmzetteln sei dabei für jedes Bundesland einheitlich und richte sich
nach dem Zweitstimmenergebnis der Parteien bei der letzten
Bundestagswahl 2005 in dem betreffenden Bundesland. Die übrigen Parteien
folgen in alphabetischer Reihenfolge.

Inhalt und Aufbau der Stimmzettel sind in § 30 des Bundeswahlgesetzes
genau geregelt. Danach werden auf dem Stimmzettel in der linken Spalte –
für die Wahl mit der Erststimme – die Direktkandidaten, in der rechten
Spalte – für die Wahl mit der Zweitstimme – die Landeslisten der
Parteien aufgeführt. Die Reihenfolge bestimmt sich zunächst nach den
Parteien, die mit Landeslisten antreten. Ihre Reihenfolge in der rechten
Spalte des Stimmzettels richtet sich nach der Zahl der Zweitstimmen, die
die einzelnen Parteien bei der letzten Bundestagswahl 2005 in dem
betreffenden Bundesland erzielt hatten.

Der Listenplatz 1 wird in zwölf Ländern an die SPD (Schleswig-Holstein,
Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg,
Sachsen-Anhalt, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und im
Saarland), in drei Ländern an die CDU (Sachsen, Rheinland-Pfalz und
Baden-Württemberg) und in Bayern an die CSU vergeben.

Den Listenplatz 2 erhalten in neun Ländern die CDU (Schleswig-Holstein,
Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin,
Nordrhein-Westfalen, Hessen und im Saarland), in vier Ländern die SPD
(Sachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg) und in drei
Ländern die Partei DIE LINKE (Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen).

Den Listenplatz 3 nehmen in sieben Ländern die FDP (Schleswig-Holstein,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und
Baden-Württemberg), in vier Ländern die Partei DIE LINKE
(Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Sachsen und im Saarland), in drei
Ländern die CDU (Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und in zwei
Ländern die GRÜNEN ein (Hamburg und Bremen).

Den Listenplatz 4 belegen in acht Ländern die GRÜNEN
(Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen,
Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg), in sieben Ländern die
FDP (Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt,
Sachsen, Thüringen und im Saarland) und in Bremen die Partei DIE LINKE.

Den Listenplatz 5 erhalten in acht Ländern die Partei DIE LINKE
(Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen,
Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg), in sechs Ländern
die GRÜNEN (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt,
Sachsen, Thüringen und im Saarland) und in zwei Ländern die FDP (Bremen
und Berlin).

Auch die Reihenfolge der nachfolgenden Landeslisten in der rechten
Spalte des Stimmzettels richtet sich nach dem Zweitstimmenergebnis der
einzelnen Parteien bei der letzten Bundestagswahl 2005 in dem
betreffenden Bundesland. Parteien, die bei der letzten Bundestagswahl
nicht mit Landeslisten teilgenommen haben oder die bei dieser
Bundestagswahl 2009 erstmals teilnehmen, folgen mit ihren Landeslisten
in alphabetischer Reihenfolge.

In der linken Spalte des Stimmzettels sind die Namen der
Direktkandidaten in der Reihenfolge der Landeslisten aufgeführt. Am
Schluss folgen in alphabetischer Reihenfolge die Direktkandidaten von
Parteien ohne Landeslisten und von Wählergruppen oder Einzelbewerbern,
die für den betreffenden Wahlkreis zugelassen worden sind.

Quelle: Herausgeber: (c) Der Bundeswahlleiter
c/o Statistisches Bundesamt, Pressestelle
Pressemitteilung Nr. 48 vom 10. August 2009

Siehe auch:
>> Bundestagswahl: Diese Parteien stehen auf den Stimmzetteln

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